T O P
Zarxy

Folgender Clip aus der Bundespressekonferenz ggf. interessant: [https://twitter.com/i/status/1539531269238841344](https://twitter.com/i/status/1539531269238841344) Leider keine Antwort auf die Frage, warum man nur 1/3 des vom EIGENEM Ministerium benötigen Budget als Neustart verkaufen will.


nac_nabuc

Ich bin schon etwas neidisch auf diese Fähigkeit von PolitikerInnen, ohne das Gesicht zu verziehen Fragen komplett zu ignorieren und statt eine Antwort zu geben irgendwas anderes daherlabern. Ich könnte das nicht...


andyac

Du hast das auch nie gelernt. Ist ja nicht so, dass man das einfach so kann. Das dauert ein paar Jahre und erfordert Training.


Nappi22

Im Zweifel einfach so lange reden, bis man vergessen hat, was gefragt wurde.


BoboCookiemonster

Das kann ich ☝🏼


[deleted]

[удалено]


Sum2k3

Es ging darum, dass u/boboirgendwer irgendetwas kann. Pass doch mal besser....... oh, ein Schmetterling.


derHumpink_

improversation nach Michael Scott


no_nick

Ich kann das Null Problem. Aber jeder, der mir in nem beruflichen Kontext ne Frage gestellt hat, haut mir dafür verbal in die Fresse. Gehören halt zwei dazu


Tainnor

Ich finde das auch äußerst nervig, glaube aber dass das letztlich nicht anders geht. Auf jede Frage, die zu Recht gestellt (und dann ignoriert) wird, kommen wahrscheinlich mindestens zwei weitere, wo die Medien nur irgendeinen Sündenbock suchen oder irgendwelchen Mist nachplappern oder versuchen wollen, dich in Widersprüche zu verstricken, die in Wahrheit gar keine sind (das war ja das, was z.B. Habeck zu Katar kritisiert hatte). Dann kommt noch dazu, dass wahrscheinlich die "wahren" Antworten dich einfach sofort das Amt kosten würden: "Ich find das scheiße, aber in meiner Partei haben gerade andere das sagen", "die andere Koalitionspartei gibt uns dafür X", "ich hab da keine Meinung zu", "ich bin hier nur, weil man diesen Posten nicht wichtig genug fand, um jemand besseren zu verheizen", "ich krieg sonst Stress von der Bild-Zeitung", etc.


Chuckol

Also lieber lügen und täuschen statt Transparenz zu schaffen und etwaige Widersprüche offenzulegen und zur Diskussion zu stellen, nur weil die persönliche Karriere davon abhängt? Vielleicht brauchen wir wirklich Roboter und künstliche Intelligenz in der Politik.


Marmelade91

https://twitter.com/Storch_i/status/1539571450172121089 Ist ja zumindest eine Antwort auf die Frage (von einem Pressesprecher, auf Twitter privat unterwegs?). Ich denke man muss das teilweise auch ins Verhältnis setzen, wenn der Bund jetzt nächstes Jahr 30Mrd für Schiene ausgeben möchte, saugen sie ja sämtliche Kapazitäten vom Markt weg und obendrein würde sich vermutlich dumm-und-dämlich bereichert wie bei den Corona-Testzentren. Man braucht ja auch die Personalien so viel Projektvolumen zu stemmen, da bringt eine ver-x-Fachung von einem Jahr zum nächsten keinem was, außer man möchte noch mehr BERs.


Creeyu

Zumal jede Baumaßnahme die Kapazität des Netzes senkt und somit den Betrieb beeinflusst. Diese Erhöhung der sogenannten LuFV-Mittel ans operative Maximum wurde auch vor ein paar Jahren schon gemacht, deswegen wird aktuell so viel an allen Stellen gebaut (was zu den bekannten und sichtbaren Problemen führt)


MysteriousMysterium

Hello there! General Sanierung!


ProcrastinatiusXVI

General Sanierung! You're slower than I expected.


Ploedman

Better late than never.


Kamikaze_Urmel

Itz triesn, thän.


WatteOrk

Das verdient eigentlich einen /r/angryupvotes aber der Lacher kam echt so überraschend das ich darüber nicht sauer sein kann.


stickSlapz

You are a lame one.


DirkDayZSA

Ich werde es mit rollen versuchen, das ist ein guter Trick! - Zug


drmpl

r/unexpectedHIMYM


MysteriousMysterium

Wie?


Diamantis_

How I Met Your Mother hat diesen Witz gemacht.


drmpl

u/MysteriousMysterium, ich dachte, du beziehst dich hierauf (habe auf die Schnelle die deutsche Version nicht finden können): https://www.youtube.com/watch?v=DDfPwaWwrII


MysteriousMysterium

Nope, das war als Prequelmeme gedacht. Dennoch danke.


drmpl

Jetzt wo du es sagst blick ich es auch. Du hast quasi zwei Kontexte verschachtelt


dwiynwych

Die Kontexte sind verzahnt - Frank Steinicke


Kin-Luu

Um Synergieeffekte zu stärken und um die Problematik der teuren Pflege einer doppelten Infrastruktur zu lösen, wird die Deutsche Bahn von 2023 an auf eine Straßentauglichkeit umgerüstet. Als erste Strecke wird dabei die ICE-Linie Basel-Offenburg umgestellt, welche am 2025 auf der A5 verkehren wird.


Kohonick4

Genau mein Humor


jim_nihilist

Das war ein Witz?!


Razurio_Twitch

>Als erste Strecke wird dabei die ICE-Linie Basel-Offenburg umgestellt, welche am 2025 auf der A5 verkehren wird. Dann muss mein Regio mindestens nichmehr auf den verspäteten ICE warten


Kin-Luu

Welcher Regio? Hier in meinem Conceptpaper ist nirgendwo von einem Regio die Rede.


Ploedman

Und die S-Bahn auf die verspätete Regio.


ganbaro

Sag das nicht zu laut, sonst führen wir noch [das hier](https://de.wikipedia.org/wiki/Tramway_sur_pneumatiques) wirklich in Deutschland ein


Scheppert_Maldonado

Die Kieler CDU ist dafür...


pwnies_gonna_pwn

A3neu Köln-Frankfurt erste Autobahntrasse mit Mindestgeschwindigkeit 200kmh und nur für Fahrzeuge mit mindestens 175PS/Tonne auf der Trasse der ehemaligen Neubaustrecke, die sowieso niemand genutzt hat.


BreakBalanceKnob

Das aber unironisch! Könnte man nicht tatsächlich die existieren Autobahnen relativ einfach mit Schienen versehen?


touchwiz

https://youtu.be/kC4DwcrE658?t=576 LETS GOOOO


Deadmist

Ich wollte schon immer mal von einem UFO* am Strand überfahren werden. ^\*umfallendes-fahr-objekt


ganbaro

[Top Unternehmen](https://en.wikipedia.org/wiki/Dahir_Insaat), Vorsprung durch Innovation!


bort_bln

Lustig bis eine Brücke kommt


Visazo

Wtf Ü


TiKa444

Grundsätzlich geiles Gefährt. Ich würde vorschlagen die Scheibe oben noch schnell rotieren zu lassen. Dann kannst du das dadurch stabilisieren und durch weglassen der Fenster die umliegenden Felder düngen.


ThirdMover

Dahir Insaat hält im Alleingang den Techno-Optimismus der 50er am Leben.


dakesew

In der Mitte ist scheiße (eng und komplexe Bauwerke um rein & raus zu kommen), existierende Fahrspuren sind zu nah an Autos (da fährt bestimmt x mal im Monat ein Idiot rauf) und wären zum entfernen sehr unpopulär. Neben Autobannen bauen wird praktiziert.


phrxmd

Das gibt es in Deutschland schon, aber nur für den Nahverkehr.


matinthebox

Die Neubaustrecke Stuttgart Ulm geht an der A8 entlang


sveme

Die Strecke zwischen München und Nürnberg geht zum guten Teil an der A9 entlang.


phrxmd

Auch hier, wie das u/matinthebox grade schon zur A8 schrieb: richtig, aber die Rede war ja von... > Könnte man nicht tatsächlich die existieren Autobahnen relativ einfach mit Schienen versehen?


aint_no_throw

Weil SUV-Herbert böse wird wenn ihn ein ICE rechts überholt während er hinter dem Dacia bei 190 auf der linken Spur hängt.


phrxmd

Ungelogen. Wenn du auf der A3 150 fährst und einen ICE an dir vorbeihuschen siehst, der mal eben doppelt so schnell ist, sieht man andere Autofahrer schon mal wuschig werden.


phrxmd

Das gibt es im Ruhrgebiet auf der A40 - zwischen Mülheim-Heißen und Essen-Zentrum fährt da die U18, zwischen Essen-Huttrop und Essen-Kray für die frühere meterspurige Straßenbahn Essen (seit 1985 sind da Busspuren, auf denen die Spurbuslinie 146 verkehrt) und auf dem Westfalendamm im Stadtgebiet Dortmund bis Dortmund-Stadtkrone Ost fährt die U47. Mit Nahverkehrslinien ist das einfacher, weil Autobahnen engere Kurven und größere Steigungen haben als Bahnstrecken.


wssrfsh

ubahn und autobahn kombinieren klingt erstmal ganz nice bis man 10 min auf die bahn zwischen 6 autospuren wartet - sehr attraktiv und stimmungserhebend


zilti

Heutzutage sind zumindest für den Personenverkehr weder engere Kurven noch größere Steigungen, wie sie Autobahnen haben, ein Problem. Aber der Güterverkehr muss halt auch irgendwo fahren, und dort schadet jedes Bisschen Steigung der Profitabilität.


phrxmd

Auf Autobahnen ist die maximal erlaubte Steigung in Deutschland 8% (damit dürftest Du in der Schweiz noch nicht einmal eine Straßenbahn neu bauen, für die die Grenze bei 70‰ liegt), der minimal erlaubte Radius 280m. Bei Bahnstrecken ist der minimal erlaubte Radius bei neu gebauten Hauptstrecken 300m, bei Bestandsstrecken 180m. Eine Obergrenze für die Steigung gibt es nicht. Rein technisch machbar wäre das also. Bei solchen Radien darfst du allerdings bei maximaler Überhöhung nur 80 bzw. 55 km/h fahren; und ab 25‰ Steigung gilt auf Hauptbahnen in Deutschland die Steilstreckenvorschrift, darüber brauchst du besonders ausgestattete Schienenfahrzeuge und hast erheblichen betrieblichen Mehraufwand. So richtig sinnvoll ist das also nicht.


zilti

Klar, die Vorschriften sind nochmal was anderes und die habe ich nicht bedacht. Bei den Radien müssten definitiv Fahrzeuge mit aktiver Neigetechnik zum Einsatz kommen, da dürften dann ca. 120 km/h auf den entsprechenden Abschnitten mit um die 300m Radius möglich sein (ich gehe davon aus, dass es davon aber ziemlich wenige gibt, zumindest ausserhalb von Städten). Letzten Endes wird es wohl dort, wo es sinnvoll ist, eh schon gemacht, und an anderen Stellen ist es vermutlich schlicht sinnvoller, eine neue und effizientere Streckenführung festzulegen, als sich dem Verlauf der Autobahn zu fügen. > ab 25‰ Steigung gilt auf Hauptbahnen in Deutschland die Steilstreckenvorschrift, darüber brauchst du besonders ausgestattete Schienenfahrzeuge und hast erheblichen betrieblichen Mehraufwand Das hingegen klingt für mich nach echt wenig heutzutage; ich glaube, die alte Gotthardstrecke wurde mit dem Wert als Obergrenze gebaut. Das mit den 70‰ als Obergrenze für Tramlinien wusste ich nicht. Wobei das ja lange als physisch sinnvoll machbare Obergrenze galt - z.B. gibt es bei der Berninabahn nominell keine größere Steigung. Wobei es mittlerweile Abschnitte gibt, die aufgrund von "Hangrutschen" 80‰ Steigung aufweisen.


xstreamReddit

Könnte man stattdessen nicht relativ einfach die bestehenden Züge mit Reifen versehen?


BreakBalanceKnob

Ja das wäre die schnellste Möglichkeit. Einfach auf jeder Autobahn die linke Spur zur Busspur machen


petegarr

Mit der Generalsanierung der Bahn wird das alles in Ordnung kommen.


druckvoll

Die Bahn konnte nicht genügend Beförderungsmittel für einen pünktlichen Fahrplan massieren.


phrxmd

Der pünktliche Fahrplan WAR EIN BEFEHL!


corustan

Wer sind Sie, dass Sie es wagen, sich EINEM PUNKTLICHEN FAHRPLAN zu widersetzen?


phrxmd

So weit ist es also gekommen. Man hat mich belogen! Jeder hat mich belogen, sogar die DB!


corustan

DAS GESAMTE BUNDESMINISTERIUM FÜR DIGITALES UND VERKEHR ist nichts weiter als ein Haufen niederträchtiger, treuloser Feiglinge!


zilti

Das war wirklich das letzte Thema, bei dem ich diese Referenz erwartet hätte


xTheKronos

Mein Führer, die Generalsanierung ist nicht erfolgt. General Lindner konnte nicht genug Finanzmittel mobilisieren /s


Radorarid

Das war im Koalitionsvertrag! Die Generalsanierung der Bahn stand im Koalitionsvertrag!


Redditquaza

Wer sind Sie, dass Sie es wagen, sich nicht an den Koalitionsvertrag zu halten? (Ach ne Moment, das ist ja für Politiker ganz normal)


Donnerhorn

So weit ist es also gekommen. Die Koalition hat mich belogen! Jeder hat mich belogen, sogar die FDP!


wssrfsh

bitte in NRW anfangen - wie oft der spruch "es lief glatt bis wir nach NRW reingefahren sind" bei der ICE-Fahrt wahr wurde ist echt nicht mehr feierlich. Und jede verdammte Woche irgendwelche Stellwerks-/Signalstörungen auf den Strecken im Pott. Echt schlimme zustände


garret_jaxt

Ist in Frankfurt genau das Gleiche. Bus und U-Bahn ok, aber ab S-Bahn aufwärts ein Desaster.


Scheckenhere

Soll tatsächlich mit der Strecke Köln-Dortmund losgehen, also dort, wo fast der gesamte Fernverkehr und die größten Pendlerströme des Nahverkehrs liegen. Kann witzig werden. Vielleicht kann wenigstens parallel die S-Bahn auflassen und den Takt deutlich erhöhen statt sämtliche Beförserungsvorgänge irgendwie umleiten zu wolleb.


Gandhi70

Die Deutsche Bahn vereint vorzüglich die Nachteile von Staatsunternehmen und Privatisierung in einer Hand. Ich glaube nicht so recht daran, dass sich das ändern wird...


2noch-Keinemehr

Auf jeden Fall nicht mit einer FDP-geführten Verkehrspolitik.


europeseekmba

Die FDP hat doch mit den Grünen genau das für das Netz versucht, aber die SPD hat es verhindert


2noch-Keinemehr

Die FDP ist für eine komplette Privatisierung des Bahnverkehrs. Und das ist nunmal Unsinn.


Sarkaraq

>> Wir Freie Demokraten wollen die Infrastruktur und den Bahnbetrieb bei der Schiene trennen und den Betrieb privatisieren. Das Netz soll im Eigentum des Bundes bleiben. Seite 26 im Wahlprogramm.


Parcours97

Nice. Die privaten Verkehrsbetriebe würde sich bestimmt darum kloppen im dicht besiedelten Saarland guten Nahverkehr anzubieten /s


Sarkaraq

Kommt ganz darauf an, wie das Land die Ausschreibung gestaltet.


Parcours97

Dann wuerden wir einfach wieder Steuergelder von der oeffentlichen in die private Hand leiten. Wo ist da denn der Sinn?


[deleted]

Ob der Staat oder Privat Konzerne Steuergelder verbrennen ist doch auch schon egal


2noch-Keinemehr

Ich weiß, deshalb habe ich das auch so geschrieben.


Sarkaraq

Ach, ich hab deinen Post so aufgefasst, dass du mit komplette Privatisierung auch das Netz meinst. My bad. Dann möchte ich dir widersprechen: Das ist kein Unsinn, sondern notwendig.


2noch-Keinemehr

>Dann möchte ich dir widersprechen: Das ist kein Unsinn, sondern notwendig. Das kann man natürlich denken, wenn man ansonsten auch denkt, dass Selfies mehr CO2 produzieren, als ein Tempolimit. Oder wenn man ein Verbrennerverbot aufgrund von den magischen E-Fuels nicht zulassen will. FDP Sachen halt.


zilti

> Oder wenn man ein Verbrennerverbot aufgrund von den magischen E-Fuels nicht zulassen will. Nein, es ist schlicht ein komplett unnötiges Verbot. Bis 2035 fährt eh kaum noch wer Verbrenner in Deutschland. Dieses Verbot ist nichts weiter als grenzdebiles Virtue Signalling. Und manche Leute finden das auch noch geil...


2noch-Keinemehr

>Nein, es ist schlicht ein komplett unnötiges Verbot. Bis 2035 fährt eh kaum noch wer Verbrenner in Deutschland. Ohne Verbot oder Subventionen? Hast du das in deiner Glaskugel gesehen?


Sarkaraq

Wovor hast du denn Angst? Die Beispiele in Italien, Spanien, Japan, selbst dem UK, zeigen doch alle das gleiche Bild: Liberalisierung hilft den Kunden und dem Bahnverkehr insgesamt.


2noch-Keinemehr

Hab ich was verpasst, oder wann wurde die staatliche FS in Italien privatisiert?


-Rendark-

Die UK hat ja wohl das beschissenste Bahnsystem alle Zeiten


Dr-Sommer

>UK -- >Liberalisierung hilft den Kunden und dem Bahnverkehr insgesamt. Also spätestens jetzt kommt der Moment, in dem ich mich langsam frage, ob du nicht möglicherweise ein Satireaccount bist.


qs3ud0nym

Im UK war doch jeder mit der Privatisierung der Bahn extrem unzufrieden? Kann das Wendover Productions Video dazu empfehlen https://youtu.be/DlTq8DbRs4k


SavageTemptation

Frag mal die Engländer, wo es toll geklappt hat /s


Sarkaraq

Zweitzufriedenste Fahrgäste Europas, höchste Bahnsicherheit Europas, größter Zuwachs im Fahrgastaufkommen. Ja, klappte ziemlich gut.


SavageTemptation

Der Verkehrsminsiter der UK, welch eine Ehre! Dass ihre Lordschaft die Zeit findet mit uns Plebs auszutauschen.... 😂 Den Torysprech kannst du sonstwohin schieben. Wie die anderen es dir mehrfach aufgezeigt haben (und auch Economist und andere nichtlinke Quellen sind der Meinung): das Ding war eine Farce und hat zu einer Überteuerung geführt


Diskriminierung

Sehe keinen Widerspruch


nac_nabuc

Als Kompromiss könnte man die Infrastruktur vom Betrieb trennen, der Bund investiert in die Infrastruktur und die Bahn kann dan mit anderen Bahnunternehmen beim Betrieb konkurrieren. Funktioniert in Italien und Spanien im Schnellzugbereich ganz gut. Und am Ende konkurrieren eh überwiegend Staatsunternehmen gegen Staatsunternehmen, in Spanien bswp. die spanische Renfe gegen die französische SNCF.


Gieselbrecht

"Konkurrenz im Betrieb", ich sehe mich da schon immer mit meinen 3 Fahrkarten für die verschiedenen Züge hantieren. Wenn ich dann einen Anschluss verpasse, habe ich entweder Pech gehabt, oder muss mir mein neu gekauftes Ticket dann über Fahrgastrechte erstatten lassen. Und wenn mein Zug ausfällt, kann ich dann statt 30min 2 Stunden auf den nächsten "meines" Unternehmens warten, weil ja jetzt jede Linie einer anderen Betreibergesellschaft gehört. Flexpreise kann man dadurch auch vergessen und jedes Unternehmen bietet dann seine eigene Bahncard 100 an, die nur in den eigenen Zügen gilt.... Wenn Wettbewerb im Betrieb, dann aber höchstens so wie im Nahverkehr, also Fahrplan wird bestellt/vorgegeben, mit einem (Flexpreis-)Ticket oder bei Verspätung kann ich alle Verkehrsmittel nutzen, Monats-/Jahreskarten gelten für alle Betreiber:innen und über Buchungsportale lässt sich die ganze Reisekette buchen.


margo_42

Stimme dir 100% zu. Ich muss an allen Ecken und Enden Vorgaben machen damit die Bevölkerung einen halbwegs akzeptablen Service ohne Tarifdschungel und nicht aufeinander abgestimmten Fahrplänen bekommt. Und dann kommen auch noch die Subventionen für die weniger befahrenen Strecken dazu, die sich nicht selbst finanzieren können. Dann kann der Staat den Bahnverkehr doch direkt selber übernehmen statt die Rechte an den Strecken an irgendwelche Unternehmen zu versteigern die noch Profit abzweigen wollen.


nac_nabuc

[https://www.railtech.com/infrastructure/2022/04/29/10-years-of-italian-high-speed-rail-liberalisation-lessons-and-future-steps/?gdpr=accept](https://www.railtech.com/infrastructure/2022/04/29/10-years-of-italian-high-speed-rail-liberalisation-lessons-and-future-steps/?gdpr=accept) >The competition introduced by the new entrant has led to three different effects: more capacity with increased frequencies, lower prices and to the delivery of better services to the users. The incumbent Trenitalia did not reduce its services, but instead increased them, and many secondary stations and new lines started to be served by high-speed rail. Prices are estimated to have been reduced by 30 per cent in the first years as compared to before the competition, through new pricing structures that expanded the tariff gap. Das gleiche passiert derzeit in Spanien.


Gieselbrecht

Interessant. Wie ist dort das Tarifsystem geregelt? Wenn ich überlege, dass ich für eine Fahrt von Kiel nach Aachen mit dem Flixtrain - 1 NV-Ticket Kiel-Hamburg - 1 Flixtrain-Ticket Hamburg-Köln - 1 NV-Ticket Köln-Aachen brauche, jeder Umstieg "auf eigenes Risiko" erfolgen würde, ich bei einem Flixtrain-Ausfall 4h auf den nächsten warten müsste und aufgrund dessen Takts Flexpreis-Ticket auch keinen Sinn machen und Bahncards nicht akzeptiert werden, finde ich das schon wahnsinnig unattraktiv im Vergleich zu "ich kaufe mir ein Flexpreis-Ticket und fahre mit einer der stündlich verkehrenden DB-Verbidungen". Ich habe halt die Befürchtung, dass man da irgendwelche Unternehmen einfach mal ihr eigenes Ding machen lässt und es dann am Ende unattraktiver wird als vorher.


Wise-Beyond-9869

Komischerweise haben Länder in denen der ÖV so richtig erfolgreich ist ein einheitliches Tarifsystem (Schweiz), und einen verlässlichen Taktfahrplan. Zufallszüge harmonieren nunmal nicht so gut mit Bahninfrastruktur und Flächenerschließung


WatteOrk

Die Infrastruktur ist ja schon vom Betrieb getrennt. Also den ersten Schritt haben wir damit schonmal getan.


nac_nabuc

>Die Infrastruktur ist ja schon vom Betrieb getrennt. Ja, als Teil des gleichen Konzerns. Also nein, nicht getrennt. Beziehungsweise genauso getrennt wie [der Vertrieb von Fahrkarten](https://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/Konzernunternehmen/db_vertrieb-6879476#) getrennt ist.


htt_novaq

Das ist ja genau der Plan der FDP. Schienennetz beim Bund und Konkurrenz um Trassen. Finde ich in Ordnung.


ganbaro

Ne, die FDP will nur den Betrieb privatisieren Wobei der Unterschied am Ende nicht so gewaltig wäre. Man könnte auch einfach die DB Netze radikaler von der Rest-DB abspalten, die Rest-DB umbenennen und ihr keinerlei Subventionen mehr gewähren (sollte mW eigentlich eh so sein). Dann hast du auch nur privatwirtschaftliche Anbieter, aber einer ist mehrheitlich in Staatsbesitz, vergleichbar der JR Freight, die in Japan auch noch dem Staat gehört, während die meisten Personenverkehr-JR privatisiert wurden Ein guter Teil der "privaten" Konkurrenten gehört auch Staatsbahnen (Abellio->NS,Agilis->FS,SBB GmbH->SBB,die DB hat auch noch mit Start eine Tochter, die sich als agiles Privatunternehmen ausgibt). Viele Lokalbahnen machen garantiert miese und sind vom Staatsauftrag abhängig, damit tritt der Staat als alleiniger Nachfrager in einem Monopson auf. Das wird niemals ein Markt, in dem sich rein private Konzerne um Routen schlagen. Edit: Schaut man auf Bundesebene, ist Nahverkehr eher ein Oligopson. Ein Betreiber kann ja theoretisch sein Glück in einem anderen Bundesland versuchen.


zilti

> Viele Lokalbahnen machen garantiert miese und sind vom Staatsauftrag abhängig Logisch, das liegt in der Natur der Sache - damit Nahverkehr attraktiv ist, muss ein möglichst dichter Takt geboten werden; auch zu Zeiten, an denen es sich unmöglich rechnen kann. Für diese Differenz muss jemand aufkommen. Was passiert, wenn man es nicht so macht, sieht man gut an einigen Nahverkehrsnetzen in Nordamerika. Da gibt es teilweise "Pendler"linien für Metropolen, die fahren bestenfalls von morgens um 6 bis abends um 8 stündlich, zeitweise zweistündlich.


ganbaro

USA absolutes Horrorszenario Klar, wir haben hier soziale.Ziele, es muss klar sein, dass die reine Marktlösung nicht gewünscht ist. Der Staat als Auftraggeber + Netzbetreiber muss bleiben, sogar die wirtschaftsliberale Schweiz lässt sich ja beim Subventionieren der Bahn nicht lumpen Wobei Amtrak ja ein staatliches for-profit wie die DB ist, aber auch scheiße, weil unterfinanziert. Tja.


Sarkaraq

> damit tritt der Staat als alleiniger Nachfrager in einem Monopson auf. Das wird niemals ein Markt, in dem sich rein private Konzerne um Routen schlagen. Siehst du da Unterschiede zu unseren Strom- und Gasnetzen? Warum funktioniert es dort?


ganbaro

Meinst du die Übertragungsnetze? Das sind doch alles regionale (natürliche) Monopole, richtigen Wettbewerb gibt es da nicht. Gibt es irgendwo private lokale Stromnetze? In meiner Stadt gehört es den Stadtwerken, kenne mich aber in anderen Regionen nicht aus. Habe nie von Privatisierung lokaler Netze gehört, nur Überland. Aber da muss sich ja fast ein Monopol einstellen, wie soll Konkurrenz zwischen Energieleitungen auch aussehen Ich will gar nicht sagen, ein privater Bahnbetrieb funktioniere nicht. Es funktioniert ja jetzt schon, einen Konkurrent auf eine Nahverkehrsroute zu schicken, der (minimal) günstiger ist. Ich bezweifel nur, dass wir uns allzu viel davon erhoffen können. Ob die DB dem Staat gehört oder zu >51% an der Börse in Streubesitz, wenn die DB Netze mal ordentlich vom Verkehr getrennt wird, sollte der Eigentum der DB Verkehrsbetriebe keinen großen Einfluss auf die Performance haben, wenn die DB sich in Ausschreibungen durchsetzen muss, die nicht ihrem direkten Eigentümer unterliegen. Wichtig ist mMn eher, dass qualitative Kriterien in den Ausschreibungen mehr Gewicht erhalten, und die Netze ordentlich finanziert werden. Blicken wir zu unseren Nachbarn, haben wir Staatsmonopole im Nahverkehr (ÖBB,NS), eine Konkurrenz von ein paar Landes- und Privatbahnen mit einem Staatskonzern (SBB) und eine relativ starke Konkurrenz durch private Betreber (Tschechien, RegioJet und Leo Express erreichen einen großen Teil der Bevölkerung), und das Zuverlässigkeitsniveau der Bahn ist überall ähnlich oder besser Meinetwegen kann der DB Verkehr privatisiert werden. Ich halte das für zweitrangig. Den größten Vorteil würde ich mir da erhoffen, dass vielleicht Klüngelei mit Verkehrsverbünden reduziert wird, insbesondere beim Busverkehr. Da wird immer mehr zusammengestrichen, und die DB Busse haben teilweise schreckliche Zuverlässigkeitswerte


Sarkaraq

> Meinst du die Übertragungsnetze? Das sind doch alles regionale (natürliche) Monopole, richtigen Wettbewerb gibt es da nicht. Verteilnetze. > Gibt es irgendwo private lokale Stromnetze? In meiner Stadt gehört es den Stadtwerken, kenne mich aber in anderen Regionen nicht aus. Habe nie von Privatisierung lokaler Netze gehört, nur Überland. Aber da muss sich ja fast ein Monopol einstellen, wie soll Konkurrenz zwischen Energieleitungen auch aussehen Schonmal von E.ON gehört? 30% der Stromnetze (nach Absatz) gehören etwa dazu. Und es gibt ja noch weitere Anbieter. Der Marktanteil der Privaten dürfte insgesamt über dem der öffentlichen liegen, wobei sich das zuletzt durch eine Kommunalisierungswelle stark wandelte. Die kommunalen Netzbetreiber vergeben die Betriebsführung dann aber häufig an die privaten Netzbetreiber, sind also wenig mehr als eine Briefkastenfirma.


ganbaro

Wenn ich die Situation richtig verstehe, ist da die Lage ähnlich zur Bahn: Bahn: Lokal monopolistischer Auftraggeber (Landesgesellschaft) wählt aus mehreren Bahnbetreibern inklusive der DB als staatlicher Option aus. Infra gehört dem Staat (DB Netze) Netz: Lokal monopolistischer Auftraggeber (Stadtwerke) wählt aus mehreren Netzbetreibern aus inkl Eigenbetrieb als "staatlicher" Option. Infra gehört dem Staat (Stadtwerke) Soweit richtig? Dann würde ich davon ausgehen, dass die Wirkung ähnlich ist. Solange der Auftraggeber kommunal ist, können wir in die Ausschreibungen auch andere (soziale) Ziele abseits billigstem Betrieb festschreiben, und durch die Betreiberkonkurrenz sparen wir vermutlich was. Gleichzeitig kommen die Endverbraucher nicht vom monopolistischen Auftraggeber weg, wodurch es ihm an Anreiz mangeln kann, seine Ausschreibung ihren Wünschen nach zu gestalten Sehe da nicht den großen Unterschied. Solange die Infra und der Auftraggeber kommunal/staatlich ist, dürfen gerne Private den Betrieb machen und Gewinne erwirtschaften. Die Effizienzgewinne würde ich beschränkt sehen, weil der Auftraggeber nicht genug Anreiz zu eigener Bestleistung hat, also zur optimalen Ausgestaltung der Ausschreibungen. Würden wir den auch privatisieren, wäre vielleicht ein Effizienzgewinn da, aber der Hebel weg, soziale Sekundärziele zu definieren. Und würden sich Auftraggeber und Betreiber vereinigen, würden wir in einem natürlichen Monopol festhocken Aber bei den Stadtwerken blicke ich auch nicht immer ganz durch. Sie gehören teilweise zu E.ON und RWE, und die wiederum teilweise Stadtwerkverbänden. Und dann gibt es so Konstrukte wie TEAG und Thüga, die mal Konzernen, mal Stadtwerkekonsortien gehören...alles recht komplex oO Edit: Und ja, E.ON hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm :D Hab schon davon gelesen, aber überall wo ich gewohnt habe in Deutschland, stand die Stadtwerke drauf...und wann denkt man schon darüber nach, wer die Stromkabel hier betreut Ü


mschuster91

>Es funktioniert ja jetzt schon, einen Konkurrent auf eine Nahverkehrsroute zu schicken, der minimal günstiger ist. Und am allerehesten wird wo gespart? Richtig, beim Personal. Die ganze Idee von "Privatisierung" natürlich monopolistischer Infrastruktur ist Bullshit der am Ende nur durch miserable(re)n Service erkauft wird.


ganbaro

Das Netz soll ja nicht privatisiert werden Beim Nahverkehr haben wir sowieso ein Monopson, da er oft Verluste bringt, wird er nur erbracht, wenn der Staat als einziger Anbieter auftritt. Hier gibt es aber den Vorteil, dass man einen mies performenden Betreiber leicht mit Ende des Auftrags loswird, bei Schienen ist das mühsamer Hier kann privater Betrieb schon funktionieren. Der monopsonistische Auftraggeber ist am Hebel. Wenn der nur billig billig fordert, wird Ausbeutung folgen, klar. Aber so ein Auftraggeber könnte auch einen monopolistischen Betrieb im.eigenen Eigentum auspressen, oder eine Behörde unterfinanzieren. Wenn der Auftraggeber keine strengen Zuverlässigkeitswerte und kompetitiven Gehälter in der Ausschreibung einfordert, würde er es in einem Staatsbetrieb auch nicht imho Schau mal in die Schweiz und nach Österreich, da konkurrieren mit dem dominanten Staatskonzern private Monopolisten (meist mehrheitlich in Landesbesitz) und mit der Westbahn in AT eine rein private Bahn. *Alle* sind zuverlässiger als die DB, und für Niedriglöhne auch nicht bekannt. Das ist auf dem Markt keine Frage der Rechtsform des Betreibers Bei sowas wie Infrastruktur ist es anders. da wirst du einen miesen Betreiber schwer los, wie auch? Parallel komplett neue Infrastruktur bauen? Der hat da eine ganz andere Marktmacht. Vergleich mal dabei Japan (private Betreiber, Netz teils staatlich , teils privat), Taiwan (alles staatlich), Österreich (staatlich+Landesbesitz,privater Konkurrent),Schweiz (Behördenähnlicher Konzern dominant, viele lokale privatwirtschaftliche Konkurrenten). Alle diese Länder haben eine bessere Performance. Privatisierung oder nicht ist nicht so wichtig wie regulatorische Rahmenbedingungen. Und ein Kernnetz sollte immer staatlich verbleiben, in Japan ist das.bei den Netzen der JR der Fall.


Kohonick4

Die SPD wirft hier den Anker, nicht die FDP.


2noch-Keinemehr

Weil die FDP eine komplette Privatisierung des Bahnverkehrs haben will.


phrxmd

Des Verkehrs ja, der Infrastruktur nicht (überraschenderweise). Das ist das [britische Modell](https://en.wikipedia.org/wiki/Impact_of_the_privatisation_of_British_Rail), wo die Infrastruktur anfangs auch privatisiert wurde, aber jetzt der staatlichen Network Rail gehört. Ob das so eine gute Idee war, darüber scheiden sich die Geister.


Wise-Beyond-9869

Das britische Modell war so Scheiße dass selbst die TOCs (Train Operating Companys) es so scheiße fanden dass die über ihren Lobbyverband eine Verstaatlichung nach deutschem Regionalverkehrsmodell gefordert haben, und dass wird jetzt auch mit Great British Railways umgesetzt (Staat gibt Angebot vor, bestellt Verkehrsleistung, und übernimmt Ticketvertrieb und Tarifvorgaben) und das von der konservativen Regierung dort. Vielleicht ist die FDP-Idee einfach Scheiße


Arvendilin

Das britische Modell war ein schrecklicher Fehler den wir hier nicht wiederholen sollten.


zilti

Fairerweise muss man sagen, dass die dortige Infrastruktur schon vor der Privatisierung kaputtgespart und -gekürzt wurde.


phrxmd

...was in Deutschland ja nicht wirklich anders ist.


margo_42

Basierte SPD


Gddsntplydc

Wollt ihr die totale Sanierung? (BER like, Abschluss der Bauarbeiten in 2078 durch Bundeskanzlerin Phillip Amthor IV.)


Diamantis_

*Philipp


oxygene2022

Die Rechtschreibreform von 2065 wird das zu verhindern wissen.


TotallyInOverMyHead

Genau. 4 L braucht das Land. Phllllp IV


ArtichokeOnMyP

----- pLqLpLqLp ------


Geki347

Glaube ich erst, wenn es passiert.


Kohonick4

Glaub ich gar nicht.


whatifiwas1332

Kappa


IceCreamTruck9000

Mich stört an der Sache dass hier vorrangig vom Fernverkehr gesprochen wird. Das Problem ist doch wohl eher der Regionalverkehr. Hier hat zumindest auf meiner Strecke jeder zweite Zug mind. 5-10 Minuten Verspätung wenn er nicht sogar gleich ganz ersatzlos ausfällt. Wenn ich heutzutage einen Termin habe fahre ich immer mit dem Auto, auf der Nahverkehr kann man sich leider Nullkommanichts verlassen. Wenn man will dass die Leute vom Auto auf den Zug umsteigen, dann müssen Verspätungen und Ausfälle wieder zur absoluten Ausnahme werden und nicht zur Normalität...


cyberonic

nach Analysen hat der Fernverkehr mehr Verspätung, vor allme ICEs ​ zB https://www.youtube.com/watch?v=0rb9CfOvojk


Jonny_dr

Mehrere Probleme: 1. Die Daten über die Regios stimmen häufig einfach nicht. Hab schon oft in einem Zug gesessen, der laut DB-Auskunft schon seit einer halben Stunde am Zielbahnhof sein sollte. 2. Die schiere Anzahl der Regios verwässert die Statistik ein kleines bisschen, wenn man jeden Stopp der Bimmelbahn in der Lüneburger-Heide einberechnet, dann sind die Regios im Durchschnitt vielleicht pünktlich, an den Knotenpunkten dafür fast nie. Ich fahr regelmäßig eine Strecke, bei der ich in Hamm umsteigen muss und dafür 10 Minuten Zeit habe. In den letzten 2 Monaten habe ich kein einziges Mal meinen Anschluss bekommen! Spontaner Realitätscheck, 17:29: Köln -> Hamm -Re5 ab 17:31 hat bereits über 20 Minuten Verspätung (Anschluss in Düsseldorf wird nicht erreicht, Verbindung wird trotzdem angezeigt) -Re1 ab 17:49 hat bereits 6 Minuten Verspätung (laut Navigator), real hat der Zug aber bereits 10 Minuten Verspätung (das holt der ja nämlich sicher wieder auf LOL) Hamm -> Köln RE 13 ab 17:25 hat 6 Minuten Verspätung RE6 ab 18:00 fällt komplett aus Edit: In der Zeit, in der ich den Post verfasst habe, hat der RE13 weitere Verspätung angesammelt und ist jetzt bei 10 Minuten Verspätung. Laut Bahn ist der in Viersen aber wieder pünktlich....


IrileasHN

Ja, weil er nämlich oft auf den Regionalverkehr warten muss, der in jedem Bahnhof die Strecke blockiert (überspitzt gesagt) :)


Patneu

Sehr witzig. Nach meiner Erfahrung wartet der Fernverkehr auf nichts und niemanden und 1 hypothetische Minute Verspätung vom ICE ist wichtiger als 15 reale einer Regionalbahn.


Putzlumpen33

Das eigentliche Problem ist das marode Schienennetz. Das führt oft dazu, dass wenn ein Zug Verspätung hat und im Bahnhof steht sehr viele andere Züge auch Verspätung kriegen weil es einfach zu wenig Ausweichgleise gibt. Deswegen steht man regelmäßig mit dem ICE minutenlang irgendwo in der Pampa rum und wundert sich warum es nicht weiter geht.


Real_Airport3688

> weil es einfach zu wenig Ausweichgleise gibt Das ist nicht marode, das ist Absicht. Es wurden Riesenmengen Weichen usw. abgebaut weil die Wartung kostet Geld und braucht Personal. Kaputtsparen eben.


BreakBalanceKnob

Kenn die Daten nicht aber kann es nicht sein dass ein gut funktionierender Fernverkehr auch dem Nahverkehr hilft? Weil bspw seltener auf einen ICE gewartet werden muss?


IceCreamTruck9000

Wenn der Nahverkehr keinerlei Anschlüsse an den Fernverkehr hat, bzw. ein komplett unterschiedliches Netz befährt bringt ein funktionierender Fernverkehr überhaupt mal gar nix. Ohne die genauen Zahlen zu kennen behaupte ich jetzt einfach mal, dass dies auf den Großteil des Nahverkehr zutrifft. Es gibt garantiert auch genug Pendler die täglich im Fernverkehr unterwegs sind und ich möchte deshalb denen gegenüber nicht wie ein Arschloch rüber kommen, aber meiner Meinung nach müsste der Nahverkehr Prio 1 sein. Hier sind täglich mehr Menschen betroffen sind als wenn mal ein ICE 2 Stunden Verspätung hat.


Stegomaniac

Also rein anekdotisch möchte ich behaupten, dass z.B. Überholungen von verspätetem Fernverkehr die Verspätung auf den Nahverkehr überträgt. Finde das daher garnicht so abwegig. Aber sicher ist das eine falsche EInschätzung und irgendwer mag mich korrigieren.


zilti

> Ohne die genauen Zahlen zu kennen behaupte ich jetzt einfach mal, dass dies auf den Großteil des Nahverkehr zutrifft. Das trifft bestenfalls auf S-Bahnen in den größten Städten zu. Aber REs zum Beispiel teilen sich quasi immer die Schienen mit dem Fernverkehr. Und es gibt einfach zu wenige Überholmöglichkeiten. Da stehen die Regiobahnsteige oftmals direkt an den Fernverkehrsgleisen.


Dingens25

> Wenn der Nahverkehr keinerlei Anschlüsse an den Fernverkehr hat, bzw. ein komplett unterschiedliches Netz befährt bringt ein funktionierender Fernverkehr überhaupt mal gar nix. Ohne die genauen Zahlen zu kennen behaupte ich jetzt einfach mal, dass dies auf den Großteil des Nahverkehr zutrifft. Ist halt ne völlig falsche Behauptung. Reine Hochgeschwindigkeitsstrecken für den Fernverkehr gibt es in Deutschland quasi nicht, auf fast allen Strecken teilen sich Fernverkehr, Regionalverkehr und Güterverkehr die gleichen Gleise. Jede Verspätung im Fernverkehr bedeutet für zig Regionalzüge irgendwo stehenbleiben zu müssen um überholt zu werden. Das blöde bei "Regionalverkehr hat Vorrang" ist halt, dass das Fernverkehrsystem dann regelmäßig völlig zusammenbrechen würde. Ein Zug, der zu spät unterwegs ist, ist auch ein Zug, der irgendwo anders dann fehlt um weiter zu fahren. Der verspätete Zug blockiert außerdem irgendwo für andere Fernverkehrszüge Bahnsteige, die sind dann auch zu spät und werden vom Regionalverkehr weiter ausgebremst. Dazu kommt Chaos im Zug und am Bahnsteig, wenn genügend Verspätungen im System sind steigen dadurch die Haltezeiten erheblich. Wenn da morgens 3 ICE zu spät bereit gestellt werden und mit +10 Minuten losfahren und systematisch benachteiligt werden, kann das sein dass Nachmittags kein einziger ICE mehr im Takt fährt und das System deutschlandweit komplett kollabiert ist.


AMNesbitt

In meiner Erfahrung ist der Fernverkehr deutlich unzuverlässiger, zumindest vor dem 9€-Ticket.


Andodx

>Das Problem ist doch wohl eher der Regionalverkehr Und ist damit Aufgabe der Länder und deren lokaler Verkehrsträger, die den Regionalverkehr ausschreiben. Föderalismus juche ^(/s). Das Schienennetz selbst liegt bei in der Verwaltung der DB Netz, die haben heute bereits mehr Budget als Sie in Baumaßnahmen umwandeln können. Es gibt schlicht nicht genug Menschen und Firmen die Bahnbau können/machen wollen, um alle gewünschten Baustellen zeitnah besetzen und beauftragen zu können. Das System pfeift wirklich überall aus allen Löchern. Mehr Geld hilft irgendwann einfach nicht mehr.


Diamantis_

>Wenn man will dass die Leute vom Auto auf den Zug umsteigen, dann müssen Verspätungen und Ausfälle wieder zur absoluten Ausnahme werden und nicht zur Normalität... wieder?


IceCreamTruck9000

Also meine Strecke war tatsächlich zuverlässig als es noch durch eine lokale Eisenbahngesellschaft mit Diesellocks betrieben wurde. Seit Elektrifizierung und Übernahme durch Deutsche Bahn funktioniert überhaupt nix mehr.


MMBerlin

Es liegt also am Strom.


TOMCTAW

Hört sich erstmal nach 10 Jahren mehr Verspätung an.


MMBerlin

Nur was weh tut, hilft.


ganbaro

> Die Finanzierung ist sichergestellt“ Clevere Aussage, weil sich die Frage stellt, worauf sie sich bezieht. Die DB baut im Auftrag natürlich nur aus, was im Haushaltsplan geregelt ist, bei Staatsaufträgen wird nicht gebaut, bevor die Finanzierung abgeklärt wurde. Entsprechend sind die *aktuellen* Sanierungen immer in der Finanzierung sicher, solange es nicht bei einem einzelnen Projekt eine Kostenexplosion gibt. Die Frage ist, ob diese Projekte reichen. Bezweifel ich ehrlich gesagt. Wenn aber nach der Legislaturperiode ein deutliches Plus an Sanierungen und Ausbauten zumindest mit Finanzierung und Baubeginn fix ist, selbst wenn noch nicht fertig, wäre ich mit Wissing auf einen Schlag zufrieden Ü > Wir brauchen eine klare Zielvereinbarung für den neuen Infrastrukturvorstand. Wichtig, hoffentlich ist er da mutig mit seinen Forderungen Schade, dass er nicht auch noch die Weichen angesprochen hat. Wir haben teilweise noch mechanische Weichen aus Vorkriegszeit, das drückt gewaltig auf die Kapazität der Strecken


pwnies_gonna_pwn

Alle Weichen sind mechanisch. Halbleiterweichen hat noch niemand erfunden. :) Du meinst mechanische Stellwerke, die sind auch erstmal kein primäres Problem, da es die noch auf irgendwelchen Bimmelbahnstrecken wo nicht alle 2min ein Zug drüber fährt gibt. Die Technik ist von der Verfügbarkeit her auch brutal zuverlässig. Aber auch da sind Tage gezählt, da man den Mist nicht fernsteuern kann, sehr viel Personal braucht, dass auch (körperlich) fit genug für die Bedienung sein muss und es fehlen die automatischen Rückmeldekanäle nach oben. Der Austausch eines Stellwerks bzw. die Zusammenfassung von vielen Stellwerken ist allerdings eine ziemlich komplexe Angelegenheit, da wird je nach dem auch schon mal zehn Jahre vorbereitet - und geht dann trotzdem schonmal voll in die Hose. Neben dem Stellwerk selber fliegt fast die komplette Streckentechnik raus und wird ersetzt, alleine das ist je nach Strecke richtig aufwändig.


ganbaro

Äh ja, was du sagst, oopsie. Jedenfalls sollte da jemand ein Knöpfchen drücken können und Automatismen starten statt zig manuelle Weichen verwalten Wo Cyber Cyber? Wann Weiche auf der Blockchain? /s


pwnies_gonna_pwn

> Jedenfalls sollte da jemand ein Knöpfchen drücken können Das ist aber auch schon 100 Jahre alte Technik. Was man will ist dass die Anlage weiss, dass der Zug mit der Zugnummer 80085 über Kleinkleckersdorf-Ost nach Gleis 69 im Hauptbahnhof muss und den Rest selber macht (können relaisbasierte Stellwerke aus den 60ern), und sich nur noch einen Fahrdienstleiter ranholt, wenn irgendwo was menschlich entschieden werden muss (an der Stelle stecken die Neuerungen bei ESTW)


mschuster91

>Du meinst mechanische Stellwerke, die sind auch erstmal kein primäres Problem, da es die noch auf irgendwelchen Bimmelbahnstrecken wo nicht alle 2min ein Zug drüber fährt gibt.Die Technik ist von der Verfügbarkeit her auch brutal zuverlässig. 26% des Bahnnetzes sind noch mit alten mechanischen Stellwerken aus Kaisers Zeiten ausgestattet, 46% mit nur wenig moderneren Relaisstellwerken. Ersatzteile gibt es primär aus [Recycling](https://www.zeit.de/2019/45/deutsches-schienennetz-signalwerk-bahn), moderne Steuerung kannst auch vergessen, und wie das S-Bahn-Netz in München zeigt führt der uralte Schrott regelmäßig zu Großstörungen. Es wird echt Zeit die ganze Stellwerkstechnik und Zugsicherung auf ETCS umzustellen, und wenn das noch halbwegs zeitnah (=zu meinen Lebzeiten) erfolgen soll muss das **jetzt** finanziert und geplant wird, sonst wird das nix.


pwnies_gonna_pwn

Macht man halt leider nicht mal eben so. Vermaschte Systeme umstellen ist immer scheiße und immer langwieriger als wenn man irgendwo neu baut. Technical Debt erwischt alles irgendwann.


mschuster91

Dann sperrt man die Strecke halt für ein Jahr, richtet n SEV ein und baut sie effektiv neu. Dann hat man für ne ganze Zeit Ruhe.


pwnies_gonna_pwn

Und klemmt währenddessen irgendeinen wichtigen Knotenbahnhof ab. Jo, wird so passieren.


wirrbeltier

> 26% des Bahnnetzes sind noch mit alten mechanischen Stellwerken aus Kaisers Zeiten ausgestattet, 46% mit nur wenig moderneren Relaisstellwerken. Danke, HLI. Die Zahlen alleine erklären wohl viel von dem, was bei der Bahn-Infrastruktur schiefgelaufen ist.


shariewayne

O-ha, ein deutscher Staatsanwalt will die Bahn sanieren. Da ist irgenwo ein Beamtenwitz drin, ich kann es spüren.


pwnies_gonna_pwn

Da ist Faust drin. "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."


shariewayne

"Bin weder pünktlich, weder schön. Kannst Schienenersatzverkehr 'nehm."


pwnies_gonna_pwn

/thread.


galvingreen

Wenn schon so viele Berater von der Regierung herangezogen werden, wie wäre es denn mal, wenn sie sich hier richtige Profis holen würden. Die Japaner haben Bahnfahren doch perfektioniert. Man stelle sich mal vor der ICE würde wie der Shinkansen ein eigenes Schienennetz haben usw.


myluki2000

> ICE würde wie der Shinkansen ein eigenes Schienennetz haben Macht mit der deutschen Bevölkerungsstruktur (wenig Großstädten aber viele Mittelzentren) keinen Sinn. Die Japaner haben für den Shinkansen auch nur deshalb ein eigenes Streckennetz gebaut, weil ihr altes Streckennetz in Schmalspur ist und keine Geschwindigkeiten über ca. 130 km/h erlaubt. Der Shinkansen kann *aus technischen Gründen* nicht auf dem normalen Streckennetz fahren (Räder passen nicht auf die Schienen), nichtmal wenn irgendwo ne Baustelle ist als Umleitung. Wir haben ja Schnellfahrstrecken in Deutschland, auf denen (fast) keine Regionalzüge verkehren. Und es werden ja akutell auch noch mehr geplant und gebaut. Aber es wäre komplett hirnrissig ein komplett separates Netz zu bauen. Dann müsstest du entweder neue Bahnhöfe im Stadtrand anlegen, die keine gescheite Verbindung zum Regionalverkehr haben oder du müsstest mal ein paar Wohngebiete plattmachen um die Strecken mitten durch die Stadt zu legen. Das macht keinen Sinn wenn daneben Gleise liegen die perfekt in Ordnung sind. Außerdem würde es sich finanziell nie lohnen kleinere Städte an die Schnellfahrstrecken anzuschließen außer wenn sie aus Glück schon "auf dem Weg liegen". Ab von den Großstädten bzw. Hauptverkehrsadern hast du auch in Japan keine sonderlich gute Anbindung an den Fernverkehr. Kannst du alles auf dieser https://openrailwaymap.org/ Webseite sehr gut sehen. (Ich empfehle die Ansicht auf "Höchstgeschwindigkeiten" umzustellen, dann erkennt man Schnellfahrstrecken sehr gut). Vergleich da mal Japan und Deutschland. Dann merkst du, dass das absolut nicht vergleichbar ist. Schnellfahrstreckentechnisch ist das größte Problem, was wir in Deutschland aktuell haben, erstens, dass es keine vollständigen Ost-West-Schnellfahrstrecken gibt (die werden aber jetzt endlich geplant bzw. schon gebaut, z.b. Stuttgart-Ulm eröffnet Ende des Jahres) und dass an einigen Stellen noch Lücken im Schnellfahrnetz sind (was zu Überlastungen der alten Strecken führt) wie z.b. Frankfurt-Mannheim, Frankfurt-Fulda, Fulda-Erfurt und Ulm-Augsburg. Diese Strecken werden aktuell alle geplant, manche sind schon recht weit in der Planung, bei anderen hat man vor 1-2 Jahren angefangen mit planen. Wenn du das alles auf ner Karte anschaust, siehst du, warum Deutschland und Japan nicht vergleichbar sind. Deutschland hat wortwörtlich ein Schienen**netz**. Japan hat halt den Vorteil, dass die Städte recht günstig in einer Linie liegen. Damit will ich Japan nix absprechen. Denen ihre Schieneninfrastruktur ist geil. Aber ist halt für Deutschland nur begrenzt als Vorbild tauglich. Ein besserer Vergleich mit Deutschland (was Bevölkerungsstruktur angeht) wäre da sowas wie China, wenn man sich da mal das Netz anschaut.


elk-x

Wenn wir eins gut können in D ist es zu denken das wir alles besser können als die im Ausland.


touchwiz

Wir haben 2022. Deutschland ist dicht bebaut. Wie willst du da ein neues Eisenbahnnetz aus dem Boden stampfen? Entweder wird unbezahlbar weil NIMBYs Tunnel wollen oder unendlich verzögert weil NIMBYs Tunnel wollen aber der Bund nicht bezahlen will.


elk-x

Wenn ganze Dörfer abgebaggert werden können fuer Braunkohle, dann kann man sicherlich auch etwas gegen unverhaeltnismaessige NIMBY Blockaden unternehmen.


200Zloty

Da hast du es aber alle paar Jahre mit einem einzigen Dorf zu tun und nicht mit tausenden Dörfern, die im 5 km Radius um die Bahnstrecke herum sind.


finanzvid

Die Zustimmung von NIMBYs erkauft man sich am einfachsten mit Geld. Dein Haus liegt auf einmal nur noch ein paar m von einer viel befahrenen Trasse und verliert 80% des Werts? Hier bekommst du 110% von dem was die Bude wert ist und bau dir woanders was neues auf. Ist gesamtgesellschaftlich vermutlich immer noch billiger als die Schäden durch verzögerte Infrastruktur.


BenDover03717762

Na endlich!


Carlos_Caracas

Abwarten, nicht zu früh freuen...


RandomLegend

Da die SPD eine echte Reform der Bahn verhindert, bin ich eher skeptisch, dass sowas bis 2030 funktionieren soll. Aber immerhin ist die Wichtigkeit der Aufgabe erkannt worden.


Zarxy

Nicht um dich um Rechenschafft zu bitten oder ähnliches, einfach aus Interesse, da ich nichts gefunden hab. Was genau hat die SPD gegen eine Bahnreform? Bzw. inwieweit verhindert sie die Reform?


RandomLegend

FDP und Grüne wollen die Bahn aufspalten in einen Konzern für den Verkehrsbetrieb und einen für den Netzausbau. Dadurch wäre der Netzausbau nicht mehr abhängig von der Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzerns oder der gewünschten Prestigeprojekte des Vorstands (z.B. Stuttgart 21). Die SPD ist allerdings dagegen, da man die mächtige Gewerkschaft EVG fürchtet. Die EVG hat kein Interesse an Zerschlagungen, da dadurch natürlich ihr Einflussbereich schrumpft.


Helluiin

vielleicht sollte die bahn allgemein einfach nicht in erster linie auf wirtschaftlichkeit ausgerichtet sein


Wise-Beyond-9869

Inwiefern ist der Netz-Ausbau jetzt von der Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzerns abhängig? Das ist schon jetzt eine Aufgabe des Bundes. Und S21 war ein politisches Projekt von der CDU was unumkehrbar ist, da die Grundstücke vom alten Bahnhof schon verkauft sind


Sauerkohl

Stuttgart 21 als Prestigeprojekt des Vorstandes zu bezeichnen ist hart, war eher die Politik die das wollte während die Bahn schreiend dazu gezwungen wurde


dorfjunge123

Die EVG (Eisenbahn-Verkehrsgewerkschaft) ist bei der SPD ziemlich stark, bzw. hat da wohl massiven Einfluss. Und wenn die nur dran denken, da könnte jemand das Wort "Arbeitsplätze" in den Mund nehmen, dann lässt man den ganzen Apparat lieber so wie er ist.


iNoms

Was genau meinst du mit "echte Reform"?


RandomLegend

FDP und Grüne wollen die Bahn aufspalten in einen Konzern für den Verkehrsbetrieb und einen für den Netzausbau. Dadurch wäre der Netzausbau nicht mehr abhängig von der Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzerns oder der gewünschten Prestigeprojekte des Vorstands (z.B. Stuttgart 21). Die SPD ist allerdings dagegen, da man die mächtige Gewerkschaft EVG fürchtet. Die EVG hat kein Interesse an Zerschlagungen, da dadurch natürlich ihr Einflussbereich schrumpft.


iNoms

Ah, verstehe! Danke für die Erläuterung.


MirielMartell

Hoffentlich wird das die Ticket-Preise nicht explodieren lassen. Vor dem 9 € Ticket musste ich für mein Monats Ticket über 70€ blechen.


goodluck529

Eine internationale Kooperation mit den europäischen (Nachbar-)Ländern wäre toll. Warum nicht mal Strecken über 3 Länder die auch vernünftig innländisch genutzt werden können?


AleWww

Also hier sanieren sie schon…. seit 2013


Consistent_Fruit_594

Guter Zeitpunkt, jetzt wo die Materialpreise so stark gesunken sind. 😝


Quick_Composer_8476

Generäle gibts doch nur in der Bundeswehr oder? Apropos… da fällt mir auch was ein, dass grundsaniert werden könnte…


andi_808

Frankfurt - Köln 400km/h wann?


Heidewitzkater

Frankfurt <-> Köln ist ungefähr die einzige Strecke in D, wo der ICE vernünftig und schnell läuft. Bitte Geld woanders verprassen! :D


rurudotorg

Mit angezeigten 302 km/h saß ich da schon im Sprinter Zug. Ist aber ein paar Jahre her.


andi_808

*lacht 2008 im 430km/h Shanghai Maglev.


rurudotorg

Das war noch der deutsche Transrapid damals mit neuem Aufkleber...


Nirocalden

"Generalsanierung" des Netzes oder des Konzerns?


01KLna

"Absolute Priorität" für die Bahn also, aber die "volle Umsetzung werde 20, eher 30 Jahre dauern". Mit anderen Worten: Er will was Großes ankündigen, aber Erfolge sollen doch bitte erst bei den Nachfolgern getracked werden;-) Mal ganz davon ab, dass das mit der "vollständig gesicherten Finanzierung" irgendwie Murks ist, wenn das Ganze sieben(!) Legislaturperioden dauern soll, oder?


BeneBern

Der Plan soll 2024 zum 01.01 begonnen werden mit der Umsetzung die Plannugen dafür laufen jetzt schon und sollen soweit möglich auch vorgezogen werden. Das dies ein laufender Prozess ist sollte jedem klar sein. Das Erfolge erst in der nächsten oder übernächsten Legislatur auftreten ist gerade bei Infrastruktur nicht überraschend. Für den ganzen Scherbenhaufen den wir da jetzt liegen haben auf der SChiene und den Öffis Generell das ist hauptsächlich der CXU meist sogar der CSU und der FDP in die Schuhe zu schieben. Das was mich an der PRessekonferenz gestört hat war die Aussage:" Zahlen nennen finde ich unseriös" und "vollständig gesicherte Finanzierung" wenn 3,8 Milliarden fehlen.


01KLna

Selbstverständlich ist das ein laufender Prozess. Aber genau deshalb sollte man versuchen, den Geburtsfehler der Energiewende nicht zu wiederholen, und stattdessen alle an Bord holen. Sonst plant jetzt ein FDP-Minister etwas, dass der kommende Grünen -, Unions- oder sonstwas Minister wieder umschmeisst, und dessen Nachfolger wiederum. Ich würde mir echt wünschen, dass solche Mehrgenerationenprojekte vom gesamten jeweiligen Kabinett und allen Ministerien gleichermaßen entwickelt und vorgestellt werden, statt dass es da nur einen "Umlauf zur Kenntnis" gibt. Streit wird es dennoch genug geben;-) Oder anders gesagt: Ich will einfach keine zwanzig Jahre "Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom..." erleben wie bei der Energiewende. Bei Wissings Statement zur Finanzierung bin ich ganz bei Dir.


zilti

> "Absolute Priorität" für die Bahn also, aber die "volle Umsetzung werde 20, eher 30 Jahre dauern". Solche Zeiträume sind leider in westlichen Staaten quasi unvermeidlich. So lange hat es auch etwa in der Schweiz gedauert von der Planung bis zur mehr oder weniger vollständigen Umsetzung des nationalen Taktfahrplanes. **Das** würde ich ihm nun wirklich nicht ankreiden. Vom Rest der Planung und der Beschlüsse weiss ich aber zu wenig.


Skygge_or_Skov

Ein blindes Huhn findet auch mal eine Aussage die gut klingt. Ich traue dem blinden Huhn trotzdem nicht zu die Bahn zu reformieren oder auch nur zu überholen.


GGMuc

Als gefuehlter Dinosaurier, der schon seit ca 100 Jahren auf der Welt ist - als Kind bin ich regelmaessig Zug gefahren. Koffer wurden paar Tage vorher aufgegeben, ohne Stress. Zuege kamen puenktlich (Ausnahmen bestaetigen die Regel), waren sauber und man konnte gemuetlich seine Reise geniessen. Und jetzt? Ich wuerde eher laufen bevor ich freiwillig in einen Zug einsteige. Die Bahn muss sich aendern, und das gewaltig. Ausbau des Schienennetzes, Anbindung kleinerer Gemeinden, Taktverdichtung, etc etc


BlueNoobster

Der Anwalt der Autofahrer macht die Bahn zur Chefsache Das ist der Todesstoß...


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